Internet trotz SCHUFA: DSL, VDSL, Kabel und LTE mit Prämie
Ein negativer SCHUFA-Eintrag macht den Weg zum Internetanschluss komplizierter – unmöglich ist er nicht. Ob DSL, VDSL, Kabel oder LTE: Mit dem richtigen Paket kommt der Vertrag zustande, und den Direktbonus gibt es obendrauf. Auf diese drei Punkte kommt es an:
- Internet trotz negativer SCHUFA ist in vielen Fällen möglich
- Niedrige Grundgebühr und kostenloser Router helfen
- Gilt für DSL, VDSL, Kabel und LTE-Homespot
Bonitätsprüfung: Warum Anbieter überhaupt in die SCHUFA schauen
Ein Internetvertrag mit Mindestlaufzeit ist für den Anbieter eine Vorleistung: Er schaltet den Anschluss, stellt oft einen Router bereit und rechnet monatlich ab. Deshalb gehört eine Bonitätsprüfung beim Vertragsabschluss zum Standard. Wie streng sie ausfällt, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter und hängt vor allem an einer Größe: der Vertragssumme über die gesamte Laufzeit.
Daraus folgt die wichtigste Regel für Internet trotz SCHUFA: Je kleiner das finanzielle Risiko, desto besser Deine Chancen. Ein Einsteigerpaket ohne Extras kommt deutlich eher durch als ein Gigabit-Anschluss mit TV-Paket und Miet-Router.
Internet ohne SCHUFA-Abfrage – was realistisch geht
Angebote, die im Festnetzbereich ausdrücklich ganz ohne Bonitätsprüfung auskommen, sind die Ausnahme. Wer mit „Internet ohne SCHUFA“ wirbt, meint in der Regel Tarife, bei denen für den Anbieter kaum ein Ausfallrisiko entsteht. Realistisch sind vor allem diese Wege:
- Tarife ohne lange Vertragsbindung, monatlich kündbar
- Prepaid- und Datentarife, die im Voraus bezahlt werden
- LTE- und Homespot-Tarife, bei denen kein Festnetzanschluss geschaltet wird
- Pakete ohne TV, ohne Festnetz-Flat und ohne kostenpflichtigen Router
Ein Anspruch auf Internet ohne Bonitätsprüfung lässt sich daraus nicht ableiten – die Entscheidung liegt immer beim Anbieter. Wer flexibel bleiben will, findet unter DSL ohne Vertragslaufzeit die Tarife mit der kürzesten Bindung.
DSL trotz SCHUFA: So schnürst Du das richtige Paket
Komplettpaket mit niedriger Grundgebühr wählen
Je höher die monatliche Grundgebühr, desto größer das Risiko aus Anbietersicht. Ein Gigabit-Anschluss ist deshalb die schlechtere Wahl. Über DSL sind 16 Mbit/s ein solider Einstieg, im Kabelnetz sind meist bis zu 50 Mbit/s drin. Wähle im Filter „Download-Geschwindigkeit“ am besten alle Stufen aus – der Vergleich sortiert das günstigste Angebot dann automatisch nach oben.
Auch die Paketbestandteile machen einen Unterschied. Ohne Festnetz-Flatrate und ohne TV-Empfang wird der Tarif spürbar preiswerter: Eine Übersicht reiner Datentarife findest Du unter Internet ohne Festnetz. Triple-Play-Pakete mit Internet, Telefon und TV solltest Du mit negativem Score dagegen meiden.
Nur einen kostenlosen WLAN-Router mitbestellen
Ein WLAN-Router, der monatlich extra kostet, treibt die Vertragssumme unnötig nach oben. Setze stattdessen auf ein Angebot, bei dem das Internetmodem für 0,- € enthalten ist – derzeit zum Beispiel bei Vodafone Kabel, Eazy oder PYUR. Alternativ besorgst Du Dir ein gebrauchtes Gerät über Kleinanzeigen oder Online-Auktionen.
So wird die Prämie ausgezahlt
Die Auszahlung läuft immer über ein Girokonto. Ob es sich dabei um ein Basiskonto oder um ein reguläres Konto handelt, spielt keine Rolle. Eine Barauszahlung oder ein Scheck sind nicht möglich. Überwiesen wird nach Vertragsbeginn und Aktivierung des Anschlusses.
VDSL trotz SCHUFA: Lohnt der schnellere Anschluss?
VDSL bringt über die Telefonleitung deutlich mehr Tempo als klassisches DSL – kostet aber in der Regel auch mehr im Monat. Genau das arbeitet mit einem negativen Score gegen Dich: Je höher die Grundgebühr, desto höher die Vertragssumme, die der Anbieter bewerten muss. VDSL ohne SCHUFA-Prüfung gibt es nicht als eigene Tarifgattung; die Bonitätsabfrage läuft hier genauso wie bei jedem anderen Laufzeitvertrag.
Unser Rat: Starte mit der kleineren Geschwindigkeitsstufe. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit lässt sich in der Regel unkompliziert hochstufen – dann liegt bereits eine saubere Zahlungshistorie beim Anbieter vor.
Kabel Internet trotz SCHUFA
Kabel DSL läuft nicht über die Telefonleitung, sondern über den TV-Kabelanschluss. Der Direktbonus gilt hier genauso wie bei DSL. Voraussetzung ist allerdings, dass Haus oder Wohnung ans modernisierte Kabelnetz angeschlossen sind. Ein zusätzliches Kabel-TV-Abo brauchst Du dafür nicht. Welche Kabel Internet Tarife es gibt und welche Bonushöhen aktuell gelten, siehst Du in der Übersicht zu DSL mit Prämie.
Multimedia-Dose statt Telefondose
Das Internetmodem kommt bei Kabel DSL an den Kabelanschluss, nicht an die Telefondose. Dafür muss eine Multimedia-Dose vorhanden sein. Fehlt sie in der Wohnung noch, wird sie rechtzeitig vor der Aktivierung des Anschlusses getauscht – Du musst also nichts selbst organisieren.
Welche Geschwindigkeit sinnvoll ist
Im Kabelnetz bekommst Du in der Regel den doppelten Surfspeed zum gleichen Preis wie über DSL. Du kannst hier also großzügiger wählen. Wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen, spielen oder im Homeoffice arbeiten, sind mindestens 100 Mbit/s empfehlenswert. Mit negativem SCHUFA-Score gilt allerdings der Hinweis von oben: lieber eine Stufe kleiner und dafür günstiger.
Internet, TV und Festnetz kombinieren
Willst Du zusätzlich HDTV über den Kabelanschluss empfangen, setze im Vergleich den Haken bei „Fernsehen“ – dann werden ausschließlich Internet-&-TV-Angebote ausgegeben. Für Gratis-Gespräche ins deutsche Festnetz kommt der Haken bei „Festnetz“ dazu.
Kabel DSL gibt es nur im modernisierten Kabelnetz. Die Adressprüfung zeigt in Sekunden, ob Dein Anschluss dabei ist.
LTE und Homespot trotz SCHUFA: WLAN aus der Steckdose
Schnelles Internet gibt es nicht nur über DSL oder Kabel, sondern auch über die Mobilfunkleitung – und ebenfalls mit Prämie. Der Vorteil: Eine aufwendige Verkabelung entfällt, es muss kein Festnetzanschluss geschaltet werden. Du verbindest den LTE-Router mit dem Stromnetz, zuhause geht es dann per WLAN ins Internet. Gerade mit negativem Score sind LTE Tarife deshalb oft der unkomplizierteste Weg zum Internetanschluss trotz SCHUFA.
Diese Anbieter haben Homespot-Tarife
Zu den bekanntesten Anbietern für WLAN aus der Steckdose gehören Vodafone mit dem GigaCube und o2 mit dem Homespot. Auch congstar und die Telekom haben entsprechende Angebote im Programm. Bestellst Du Deinen Wunsch-Tarif direkt über TarifDetektiv, sicherst Du Dir die Prämie – und damit einen deutlich günstigeren Einstieg.
Worauf Du beim Vergleich achten solltest
Der Tarifvergleich sortiert nach dem kleinsten Durchschnittspreis pro Monat, die Prämie ist dabei bereits eingerechnet. Zwei Punkte solltest Du zusätzlich prüfen: Nicht jeder Anbieter hat einen Telefonanschluss im Programm, und die meisten Tarife enthalten ein festes monatliches Highspeed-Datenvolumen. Wer ohne Begrenzung surfen möchte, findet bei o2 einen Unlimited-Tarif. Schon mit LTE/4G erreichst Du in der Praxis Geschwindigkeiten auf DSL-Niveau, mit 5G wird es noch schneller.
Die Netzabdeckung entscheidet über das Tempo. Ein kurzer Check zeigt, welche Homespot-Tarife bei Dir sinnvoll sind.
Häufige Fragen zu Internet trotz SCHUFA
In vielen Fällen ja. Entscheidend ist, wie hoch das finanzielle Risiko für den Anbieter über die Laufzeit ausfällt. Ein schlankes Paket ohne TV, ohne Festnetz-Flat und ohne kostenpflichtigen Router verbessert Deine Chancen deutlich.
Im Festnetzbereich ist das die Ausnahme. Realistischer sind Tarife mit geringem Ausfallrisiko: ohne lange Laufzeit, als Prepaid- oder Datentarif oder als Homespot ohne Anschlussschaltung. Eine Garantie für Internet ohne Bonitätsprüfung gibt es nicht.
Nein. VDSL ist technisch nur die schnellere Variante über dieselbe Leitung. Weil die Grundgebühr höher liegt, fällt auch die Vertragssumme höher aus – das kann die Prüfung erschweren.
Ja. Die Prämie hängt nicht an Deinem Score, sondern am zustande gekommenen Vertrag. Sobald der Anschluss aktiviert ist, wird der Direktbonus überwiesen.
Ja. Für die Auszahlung genügt ein Girokonto, ein Basiskonto reicht dabei aus. Eine Barauszahlung oder ein Scheck ist nicht möglich.
Er kann eine Alternative sein: Es muss kein Festnetzanschluss geschaltet werden, und die monatlichen Kosten liegen häufig niedriger als bei einem Komplettpaket. Eine Garantie für die Vertragsannahme ist das aber nicht.
Jetzt Internet trotz SCHUFA prüfen – DSL, Kabel oder LTE:
Studierende und Azubis prüfen zusätzlich die Young-Tarife unter DSL für junge Leute – dort kommen Junge-Leute-Rabatt und Direktbonus zusammen.